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Andrea Schröter

Andrea ist leidenschaftlich Model - aber eben nur nebenbei! Für modelmove erzählt Sie uns deshalb, wieso es so ist und was Sie definitiv nicht machen wird.

modelmove: Wie bist du zum Modeln gekommen?
Andrea: Kurz bevor ich meine Abiturprüfung hatte, sprach mich einer meiner Lehrer an. Ein Freund von ihm suchte Mädchen mit geraden Zähnen für Dentalaufnahmen. Somit habe ich nach dem Abitur erstmal als Zahnmodel gejobbt. Dadurch wurden dann verschiedene Agenturen auf mich aufmerksam und mit den Bildern konnte ich mich dann für kleine Aufträge bewerben.

modelmove: Was ist deine schönste Erfahrung bisher im Modelbereich?
Andrea: Ein tolles Erlebnis war mein erster Laufstegauftritt. Damals hatte ich die Möglichkeit beim Cityring- Festival in Limburg vor ca 2000 Leuten zu laufen. Das war natürlich super aufregend und anschließend war sogar ein Bild von mir in der Zeitung. Allgemein sammelt man beim Modeln viele Erfahrung unterschiedlichster Art. Man lernt neue Leute kennen, muss sich selbst fragen, wo eigene psychische und physische Grenzen liegen (z.B. musste ich mal in einem 5Grad kalten Wasserfall posieren), man erfährt, wie andere einen sehen- als Objekt, als Mensch oder als lebende Modepuppe.

modelmove: Kannst du Dir vorstellen in das stressige Modelleben Hauptberuflich einzusteigen?
Andrea: Nein, auf keinen Fall. Das Modeln ist eine gute Abwechslung und ich mag Bilder, aber ansich wird man nur auf das Äußere reduziert.Ich bin Lehrerin und betrachte es nicht nur als Beruf sondern sogar als Berufung. In keinem anderen Job hat man die Möglichkeit so viele Menschen von Grund auf zu ereichen.

modelmove: Warst du schonmal im TV? Wenn ja, wie war die Resonanz auf Dich danach?
Andrea: Nein, war ich noch nicht.

modelmove: Würdest du bei Casting Shows im TV mitmachen?
Andrea: Nein. Ich muss mich nicht beweisen und brauche nicht die Bestätigung "besser der Masse zu gefallen" als andere.

modelmove: Sex Sells, würdest du dich ausziehen für bekannte Männermagazine?
Andrea: Ich habe kein Problem damit mich in seriösen Magazinen zu präsentieren. Leider kann ich es mir als Lehrerin jedoch nicht erlauben. Verdeckter Teilakt oder Low-key ist aber möglich. Natürlich ist mir wichtig, in welchem Kontext mein Bild dann erscheint.

modelmove: Würdest du umziehen wenn du ein tolles Jobangebot im Modelbereich bekommen würdest? (z.B. New York)
Andrea: Nein.

modelmove: Achtest du auf deine Ernährung?
Andrea: Schon als Kleinkind habe ich aus ethischen Gründen aufgehört Fleisch zu essen und bin seither Vegetarierin. Da ich viel Sport mache, stelle ich natürlich auch fest, dass mir vollwertige Ernährung mehr Energie liefert. Trotzdem bin ich wohl eher der Genießertyp und esse wahnsinnig gern Pizza und Nachos mit viel Käsesoße.

modelmove: Bist du der Meinung, dass Magersüchtige Models bald nicht mehr zu sehen sind auf den Bildschirmen?
Andrea: Natürlich wäre das wünschenswert. Trotzdem befürchte ich, dass sich dieses Körperideal noch einige Jahre halten wird. Essstörung müssen in unserer Gesellschaft als eines der wichtigesten aller psychosozialen Probleme gesehen werden. Jeder, der solche Bilder unterstütz, fördert damit, dass sich junge Mädchen und Frauen, teilweise sogar Männer, zu Tode hungern.

modelmove: Unser bekannter Abschlusssatz für die Leser, ein Tipp von Dir für angehende Models?
Andrea: Genießt es, im Mittelpunkt zu stehen. Verändert euch nur, wenn ihr es selbst wollt. Ein guter Fotograf schafft es, euch wunderbar aussehen zu lassen. Schlechte Bilder liegen nie am Model.

© Bildquelle: Andrea Schröter
© 2008 Interview Kevin Voigt