Stefanie Mewes
Auch Stefanie wurde wie im Bilderbuch angesprochen. In einer Londoner Discothek wurde sie im Jahr 2000 von einem Modelagenten angesprochen, seitdem geht es steil bergauf.
modelmove: Was willst du im Modelbereich unbedingt erreichen?
Stefanie: Da ich eine Gegnerin von Magermodels bin und es schrecklich finde, wie sich manche Mädchen zu Tode hungern möchte ich zeigen, dass ein Model mit einer fraulichen Figur auch Erfolg hat und ansprechende Arbeit leistet! Ich gehöre sichlich nicht zur Gr. 32/34 Fraktion, habe aber in meiner langjährigen Tätigkeit in der Modelbranche oft gehört dass das sich die "Zielgruppe", das heißt die Menschen die später die Fotos und Werbekampagnen sehen, viel mehr mit dem Model bzw. dem Produkt identifizieren können, wenn es dem Ideal der Allgemeinheit enspricht. Dies sieht man ja z.B. auch an der neuen Kampagne von "Dove".
modelmove: Was hälst du von sogenannten "Partygirls"?
Stefanie: Auch diese muss es geben. Es kommt auf die Person an, aber im Grunde habe ich nichts gegen die Partygirls. Es hängt eben damit zusammen, wie sich das Partygirl verhält. Manche von ihnen geben sich meiner Meinung nach zu freizügig und ziehen daher leider schnell das Image herunter.
modelmove: Würdest du das Modeln hauptberuflich machen? Machst du es bereits?
Stefanie: Ich habe es für knappe 2 Jahre hauptberuflich gemacht. Allerdings habe ich dann eine Ausbildung angefangen und musste beim Modeln zurückstecken und mache es jetzt nur noch nebenberuflich. Hauptberuflich zu Modeln ist ganz schön anstrengend! Schließlich muss man sein Einkommen sichern und ist dadurch ständig unterwegs - nicht nur am Wochenende und in den Abendstunden. Da bleiben private Dinge wie Hobbys, Familie und Beziehung meist auf der Strecke. Dessen sollte man sich bewusst sein.
modelmove: Seit wann hast du das Modeln für dich entdeckt?
Stefanie: Das war damals im Jahr 2000, als ich für 2 Jahre in London gelebt habe. Dort wurde ich in einer Discothek angesprochen und habe anschließend meine ersten Schritte und Erfahrungen im Modelbusiness gemacht.
modelmove: Unterstützen dich deine Freunde / Bekannte um Model zu werden?
Stefanie: Weniger. Als ich mit dem Modeln angefangen habe, wohnte ich bereits nicht mehr zu Hause. Aber wenn mich meine Eltern, Freunde und Bekannte z.B. in Katalogen sehen, bekomme ich immer Zuspruch und Lob, aber auch angebrachte Kritik.
modelmove: War es Dir schoneinmal peinlich irgendwo aufzutreten? Gab es Sachen die Dir nicht gefiehlen?
Stefanie: Sicherlich gibt es ab und an mal einen Job, der einem nicht 100%ig zusagt. Aber peinlich war mir bisher noch nichts. Ich suche mir meine Jobs und Auftraggeber im Voraus gründlich heraus und wenn mir etwas komisch vorkommt, lasse ich die Finger davon.
modelmove: Was war dein schönstes Erlebnis bisher im Modelbereich?
Stefanie: Es gibt so viele schöne Erlebnisse, die sich in den letzen 7 Jahren ereignet haben. Ein besonders schönes Shooting hatte ich in einer idyllischen englischen Villa, hoch oben in den Bergen. Aber auch auf Tuning Messen wie z.B. bei der Tuning World in Friedrichshafen war es extrem aufregend zwischen den ganzen VIPs und Promis zu shooten und zu modeln.
modelmove: Gab es auch schonmal Komplikationen bei irgendeinem Auftritt?
Stefanie: Ja, leider gab es die. Jemand veröffentliche Casting Aufnahmen von mir, deren Veröffentlichung ich niemals zugestimmt habe. Diese Castingaufnahmen (Sprechproben etc.) wurden damals im TV auf einem berüchtigten Sender gezeigt. Das Ende war ein langwieriger Prozess mit Anwalt & Co.
modelmove: Was gefällt Dir am besten an deiner Figur?
Stefanie: Ich finde meinen Po und meinen Busen schön :-)
modelmove: Möchtest du den Lesern noch einen Rat auf den Weg geben?
Stefanie: Ich kann jedem nur den Rat geben, der mich die ganzen Jahre begleitet hat: Lasst Euch nicht abzocken, schaut Euch die Bookinganfragen genau an und überprüft alles (vorallem das schriftliche und kleingedruckte), verkauft Euch nicht unter Wert und traut nicht gleich jedem der einen über den Weg läuft und Euch das blaue vom Himmel verspricht.
© Bildquelle: Stefanie Mewese
© 2007 Interview Kevin Voigt



